Franchising lohnt sich

Wer schon immer davon träumte, seine eigenen Brötchen zu backen, aber das unberechenbare Risiko des Unternehmers scheute, sollte es mit Franchising probieren. Franchising ist eine umfassende Partnerschaft für gemeinsamen Gewinn. Es ist ein Vertriebssystem, durch das Waren, Dienstleistungen und/oder Technologien vermarktet werden. Franchisenehmer sind rechtlich selbstständige Unternehmer, die vom Franchisegeber das Recht, aber auch die Verpflichtung bekommen, das Geschäft entsprechend des Konzeptes als Franchisepartner zu betreiben. Der Franchisegeber stellt u. a. sein Know how, seine Strategie, Kapazitäten, Organisation und seine "Werkzeuge" zur Verfügung. Der Franchisenehmer kann marktnah agieren und bereichert die Kooperation durch seine Initiative, Arbeitskraft, Disziplin, sein Kapital und die zu entrichtenden Gebühren.

Bei ca. 70.000 Richtlinien in Deutschland ist der Schritt in die Selbstständigkeit für "normale" Existenzgründer (Einzelkämpfer) schwer. Ein Franchisegeber bereitet den Schritt in die Selbstständigkeit für Franchisenehmer vor und erleichtert ihnen somit den Einstieg. Der Franchisenehmer hat zwar keine uneingeschränkte Entscheidungsfreiheit, ist aber rechtlich selbstständig und verantwortlicher Inhaber seines Betriebes. Franchising ist vor allem dann eine gute Lösung, wenn der Wunsch nach Selbstständigkeit vorhanden ist, aber die Geschäftsidee fehlt.

Franchising funktioniert nach dem Konzept "Einmal gedacht und x-mal verkaufen".

Ursprung von Franchising

Die Wurzeln reichen zurück bis ins Mittelalter. Dort gab es die so genannten Lehen, ausgedehnte, erbliche Nutzungsrechte an einer fremden Sache.

Das moderne Franchising begann Ende des 19. Jahrhunderts in den USA, z. B. Singer, Ford, General Motors und Coca Cola.

In Deutschland gibt es Franchising seit den 20er Jahren, z. B. Coca Cola und Bosch-Dienste.

Nach 1945 kam es in den USA zu einem Franchise-Boom. Heute gibt es in den USA über 3000 Franchisegeber. Weltweit gibt es über 12.000 Franchisegeber und über 800.000 Franchisenehmer.

Vorteile von Franchising


Vorteile für Franchisenehmer
  • Ein erprobtes und bewährtes Konzept
  • Nutzung einer bereits etablierten Marke
  • Auch branchenfremde Personen können einsteigen
  • Unterstützung durch die Systemzentrale
  • Bessere Einkaufsbedingungen durch Gruppenzugehörigkeit
  • Austauschmöglichkeiten - man ist nicht alleine
  • Überregionale, größere Werbemöglichkeiten durch Einheitlichkeit und Verbund
  • Erleichterung bei der Kapitalbeschaffung bei Kreditinstituten

Vorteile für die Wirtschaft und Gesellschaft
  • Schaffung von neuen Arbeitsplätzen
  • Unterstützung der Mittelstandspolitik
  • Chancengleichheit - gute Ausbildungskonzepte im Franchising geben Franchisenehmern unterschiedlichster Vorbildung gleiche Chancen zum Wieder- oder Neueinstieg
  • Franchising ermöglicht ein konsumentennahes und kostengünstiges Angebot
  • Konsumenten können sich auf die Qualität der bekannten Marke verlassen

Vorteile für Franchisegeber
  • Marktnähe und größere Akzeptanz beim Kunden
  • Reaktionsschnelligkeit und Anpassungsfähigkeit durch guten Informationsfluss
  • Aufbau einer Marke, Erhöhung des Bekanntheitsgrades durch einen einheitlichen Marktauftritt
  • Überdurchschnittliche Qualität durch klare Strukturen
  • Wettbewerbsvorteile durch überregionale Präsenz
  • Schnellere Expansion durch finanzielle Beteiligung der Franchisenehmer
  • Mehr Dynamik durch motivierte Franchisenehmer

Franchising hat Zukunft

Unglaublich aber wahr. In Deutschland werden täglich zwölf neue Franchise-Betriebe eröffnet. Existierten 1983 rund drei Dutzend Franchise-Systeme, sind es heute bereits über 850 mit ca. 45.000 Franchisenehmern. Ein weiteres Plus: Die Quote der Geschäftsaufgaben bei Franchise-Nehmern ist sehr niedrig. Sie liegt im ersten Jahr bei rund 8 % und sinkt danach nahezu auf Null. Im Vergleich dazu scheitern im freien Markt 7 von 10 Existenzgründern. Es liegt auf der Hand, mit Hilfe von Franchising lässt sich eine gute Basis für geschäftlichen Erfolg schaffen.