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Auf eigenen Füßen

Das kennen wir doch bestimmt alle: Die meisten erwarten diesen Tag, an dem sie von Zuhause ausziehen, auf den eigenen Füßen stehen und den ganzen Tag tun und lassen können, was sie wollen, mit gespannter Vorfreude. Häufig stellt sich dann aber schnell heraus, dass es nicht nur Spaß bedeutet, wenn man sich plötzlich um alles selbst kümmern muss.

Für mich begann diese wichtige Entscheidung des Lebens plötzlich mit der Frage „Was willst du denn mal werden?“. Um wirklich das machen zu können, worin man die wahre Berufung sieht, muss man sich frühzeitig um Ausbildungs- oder Studienplatz kümmern. Damit solltet ihr euch nicht erst beschäftigen, wenn ihr das Zeugnis bereits in den Händen hält, sondern spätestens am Ende des vorletzten Schuljahres. Glaubt mir, ich spreche aus Erfahrung ;-) Es ist nicht nur beruhigend zu wissen, wie es nach dem Abschluss weitergeht, es motiviert auch, sich für die letzten Monate noch einmal so richtig ins Zeug zu legen.

Plötzlich erwachsen – wirklich erwachsen

Dass das Erwachsensein nichts mit dem Alter zu tun hat, hab ich spätestens dann erfahren, als ich mich aus dem „Hotel Mama“ verabschieden musste. Gerade, wenn man nicht in einem der großen Ballungsgebiete der Republik lebt, muss man damit rechnen, dass der Ausbildungsort nicht in der heimischen Komfortzone liegt. Dann ist niemand mehr da, der sich z.B. um die Wäsche und das Essen kümmert.

Ein Thema, das euch wahrscheinlich erstmals in eurem Leben beschäftigt, ist die Frage, welche Versicherungen ihr abschließen solltet, denn bisher wart ihr über eure Eltern abgesichert.

Versicherungen für die erste eigene Wohnung:

Bis zum 25. Lebensjahr seid ihr in vielen Versicherungen über eure Eltern mitversichert. Aber Vorsicht: Das gilt in der Regel nur, wenn ihr auch noch in ihrem Haushalt lebt.
Um diese Versicherungen solltet ihr euch kümmern:

  • private Haftpflicht
  • Hausratversicherung (achtet darauf, dass ggf. euer Fahrrad hier mitversichert ist)
  • Krankenversicherung (prüft hier die Grenzen der Familienversicherung)
  • optional kann eine Berufsunfähigkeits- und Rechtsschutzversicherung für euch sinnvoll sein

Meine Waschtipps für euch:

  • Sortiert die Wäsche nach dunkel, hell und bunt
  • Beachtet die Temperatur- und Trockner-Hinweise auf dem Waschetikett
  • Dosiert das Waschmittel vorsichtig und berücksichtigt dabei die Füllmenge der Waschmaschine, den Verschmutzungsgrad der Wäsche und vor allem auch die Wasserhärte: je härter das Wasser, desto mehr Waschmittel ist notwendig
    (Über den Härtegrad des Wassers in deiner Region informiert die Webseite www.wasserhaerte.net.)

In guter Gesellschaft

Ist es beschlossen, dass ihr für den weiteren Ausbildungsweg von zu Hause auszieht, steht ihr auch schon vor der nächsten Frage: Eigene Wohnung oder WG?

Wer in ein WG-Zimmer einzieht, muss sich um viele Dinge, wie Fernsehen, Telefon und Internet nicht mehr selbst kümmern, dafür muss man in seiner eigenen Wohnung keine Kompromisse mit Mitbewohnern eingehen.

Gerade, wer sich vor einigen Aspekten der Verantwortung für das eigene Leben noch scheut, ist in einer WG möglicherweise besser aufgehoben. Aber Vorsicht, das heißt nicht, dass man sich zurücklehnen kann und die anderen sich um die unangenehmen Dinge schon kümmern werden! Man kann aber von den Erfahrungen der Mitbewohner lernen, sie um Hilfe bitten oder Herausforderungen gemeinsam angehen.

So findet ihr eure Traum-WG
Ihr solltet euch gut überlegen, was für euch mehr oder weniger wichtig ist. Wie steht ihr etwa zu den Themen „rauchen in der Wohnung“, „Ordnung und Sauberkeit“ und wieviel Wert legt ihr auf Garten oder Balkon. Am einfachsten ist es natürlich, wenn ihr eure neue Bleibe über bestehende Kontakte und Freunde findet. In einer völlig neuen Stadt ist das aber häufig unmöglich. Dann helfen dir verschiedene Internetportale wie
www.wg-gesucht.de
www.wg-suche.de
www.studenten-wg.de
www.wohngemeinschaft.de

Wo Schatten ist, kommt von irgendwoher auch Licht!

Bei allen Pflichten, die auf euch warten, habt ihr dennoch eine großartige Zeit vor euch! Rückblickend hat man oft nie wieder das Gefühl, so sehr Herr über die eigene Zeit zu sein. Lange Partynächte und durchschlafene Tage gehören genauso dazu wie Treffen mit der Lerngruppe im Café und das Wälzen von Bücherbergen in der Bibliothek.

 

Ich wünsche euch viel Spaß bei dieser aufregenden Zeit!

Eure Emma Bagel