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Vom Geschenk der Götter zum Kino-Star

Sie ist braun, süß und macht einfach glücklich: Schokolade. Gerade in den kalten Monaten ist ­Schokolade im wahrsten Sinne des Wortes nicht nur in meinem, sondern in aller Munde.

Wusstet ihr, dass Schokolade einst von den Maya als Geschenk der Götter verehrt wurde? Sie ist ein wahrer Tausendsassa: Es gibt sie nicht nur in verschiedenen Sorten, sondern auch in unterschiedlichen Formen. Klassiker sind Weihnachtsmann und Osterhase. Aber wusstet ihr auch, dass die Schokolade schon auf der Kinoleinwand ihre Wandelbarkeit unter Beweis stellte?

Ich habe für mich für euch einmal auf Zeitreise begeben und einige interessante Fakten zusammengefasst.

Tafelschokolade, Pralinen, Riegel, Schoko-Drinks und Co: Schokolade ist heiß begehrt. Doch schon die alten Maya wussten, was gut ist. Und auch andere hielten den Kakao für besonders wertvoll: Bei den Azteken hieß die Kakao-Pflanze „Cacahuatl“ und wurde als ein Geschenk von Quetzalcoatl, dem Gott des Windes, verehrt. Die Azteken nutzten Kakaobohnen als Zahlungsmittel. Kein Wunder, dass die spanischen Eroberer hellhörig wurden, auch wenn sie der bittere und scharfe Geschmack noch nicht überzeugte. So fand die Kakaobohne ihren Weg übers Meer nach Europa. Und mit Rohrzucker gesüßt traf sie schon eher den Geschmack der Menschen dort. Doch der Genuss von Trinkschokolade blieb zunächst nur dem Adel vorbehalten – so lange, bis Spanien das Kakao-Monopol verlor. Heute sind Kakao und Schokolade zum Glück für jeden verfügbar.

Von der Bohne zur Schokolade
Schokolade, wie wir sie heute kennen, wird aus Kakaomasse mit Kakaobutter, Zucker, Milchpulver und Aromen hergestellt. Je nach Mischungsverhältnis kommt dabei eine andere Sorte heraus. Danach läuft die Masse durch ein Walzwerk, um die Konsistenz zu verfeinern. Das gewonnene flockige Pulver kommt dann in eine spezielle Rühranlage, den Conche-Behälter. Dort wird bis zu drei Tagen bei einer Temperatur zwischen 55 und 90 Grad kräftig geknetet und gerührt. Auf diese Weise verschwinden die Bitterstoffe und die Schokolade kann ihr volles Aroma entfalten. Danach wird die Masse abgekühlt. Wie ich erfuhr, ist auch hier Präzisionsarbeit gefragt, denn Schokolade ist ein ziemliches Sensibelchen. Passiert ein Fehler, bleibt die Oberfläche nicht glatt und verliert beim Abbeißen ihr typisches Knacken.

Schokolade ist wie Balsam für meine Seele - aber das Beste daran ist doch eigentlich, dass auch der Körper von der leckeren Nascherei profitiert. Klar, zu exzessives Schokolade-Naschen sorgt für überflüssige Pfunde auf den Hüften. In Maßen genossen bewirkt Schokolade aber genau das Gegenteil, denn dann kurbelt sie den Stoffwechsel an und damit die Fettverbrennung. Außerdem ist die süße Sünde ein Pickelkiller und sorgt für glänzende Haare. Doch Schokolade macht nicht nur schön, sie schützt durch die enthaltenen Polyphenole den Körper vor schädigenden Stoffen -  sogar das Tumor-Risiko wird gesenkt. Dabei gilt: Je dunkler, desto gesünder.

Hase vs. Weihnachtsmann
Zweimal im Jahr macht das Märchen vom zum Osterhasen umgeschmolzenen Weihnachtsmann und umgekehrt die Runde. Aber an dieser Geschichte ist nichts dran. Denn allein aus Hygienegründen dürfen Hersteller das nicht. Auch das Mindesthaltbarkeitsdatum von Milchschokolade, das sich auf ein Jahr beläuft, spricht gegen den Mythos. Die Produktion von Weihnachtsmännern beginnt im Mai oder Juni, um sie dann im Oktober wieder in den Handel auszuliefern. Osterhasen müssen dementsprechend früher in die Produktion gehen. Schlussendlich wäre es auch ein viel zu großer logistischer Aufwand, die Weihnachtsmänner und Osterhasen einzusammeln, zu sortieren und an die Firmen zurückzugeben. So wandern die übrig gebliebenen Hasen und Weihnachtsmänner häufig entweder an soziale Einrichtungen oder werden reduziert angeboten. 

Schokolade goes Hollywood
Vielleicht ist Schokolade ja zu Recht so eine Diva. Schließlich schmeckt sie nicht nur köstlich, sondern ist auch ein heimlicher Kinostar. Kein Geringerer als Regisseur Alfred Hitchcock kam für seinen Film „Psycho“ darauf, Schokoladensirup als Film-Blut zu ­verwenden. Wegen des starken Kontrasts zu hellen Hinter­gründen setzte sich der braune Sirup auch in späteren Schwarz-Weiß-Filmen als beliebtes Kunstblut durch.

Ich freue mich auf die kommende Schlemmerzeit und Schokolade ohne Sünde essen zu dürfen.

Wenn Ihr für exquisite Pralinen und Pralinenkurse interessiert, schaut doch mal bei der lieben Kat Lohaus aus Düsseldorf vorbei: www.bittersuess-edelweiss.de

Eure Emma