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My home is my…office

Für viele von uns ist Homeoffice mittlerweile zur Selbstverständlichkeit geworden. Und ich finde, Arbeiten von zu Hause kann auch wirklich viele Vorteile haben. Kein morgendlicher Stau oder Run auf die übervolle S-Bahn, keine Ablenkung durch die nette, aber sehr redefreudige Quasselstrippe vom Schreibtisch gegenüber, der Paketbote braucht nicht mehr die Nachbarn zu behelligen und zwischendurch mal eine Waschmaschine anschmeißen – auch kein Problem. Aber Homeoffice hat auch so seine Tücken und Herausforderungen. Mit ein paar Spielregeln lassen die sich aber leicht umschiffen.

Angenehme Arbeitsatmosphäre schaffen
Laptop zwischen Wäschebergen und dreckigem Geschirr aufklappen? Oder mal eben unter der Bettdecke hervorkriechen und im Liegen den Laptop hochfahren? Keine gute Idee, so wird das nichts mit effektivem Arbeiten. Ein fester Arbeitsplatz strukturiert den Arbeitstag zu Hause. Also richtet Euch einen Ort ein, wo Ihr konzentriert und ohne viel Ablenkung arbeiten könnt. Klar, nicht jeder hat ein extra Zimmer, in dem man sich ungeniert ausbreiten kann. Das muss aber auch gar nicht sein. Getreu dem Motto „Platz ist in der kleinsten Hütte“ findet sich meistens im Wohn- oder Schlafzimmer durchaus ein Eckchen für einen Schreibtisch. Die gibt es mittlerweile nämlich auch in ganz klein, praktisch und gleichzeitig echt hübsch zu integrieren. Wichtig ist dabei ausreichend Platz, um Arbeitsutensilien wie Laptop, Akten oder was immer man so braucht, aufzubewahren. Ein Tipp: Im Schlafzimmer mag ich persönlich meine Arbeit eigentlich nicht immer im Blick haben. Da helfen Paravents in allen möglichen Mustern und Farben, um eine kleine, abgeschirmte Büroecke zu schaffen. Mit ein bisschen Geschick könnt Ihr so einen geschickten Raumteiler auch ganz nach Eurem Geschmack ziemlich einfach selber bauen:

https://www.novus-fastening.com/workshops-bauanleitungen/a/raumteiler-selber-bauen/

Jetzt noch ein paar Pflanzen und das eine oder andere Urlaubsfoto zum Träumen an die Wand – natürlich nur für die kreative Pause zwischendurch – und schon habt Ihr zu Hause einen kleinen, feinen Arbeitsplatz.

Der Gesundheit zuliebe: Ergonomischer Arbeitsplatz
Wer viel am Schreibtisch arbeitet, kennt das: Nach einiger Zeit ist keine Sitzposition mehr so richtig bequem, vor allem Rücken oder Nacken fangen an, zu protestieren. Neben einem ergonomischen Bürostuhl oder vielleicht sogar einem Gymnastiksitzball, der die Lendenwirbelsäule mobil hält, ist hier vor allem ein höhenverstellbarer Schreibtisch Gold wert. Zwischendurch mal aufstehen und im Stehen arbeiten trainiert die Rücken- und Beinmuskulatur und entlastet die Wirbelsäule. Dafür gibt es sogar eine spezielle „40-15-5-Regel“. Nach 40 Minuten sitzen soll man nämlich 15 Minuten stehen und sich anschließend 5 Minuten bewegen. Das verkürzt das Sitzen während einer Stunde um 20 Minuten. Bei einem achtstündigen Arbeitstag sind das über zweieinhalb Stunden mehr Bewegung. Wer keinen höhenverstellbaren Schreibtisch hat, kann seinen Laptop auch ab und zu einfach auf die Arbeitsplatte in der Küche stellen und dort eine Weile im Stehen arbeiten. Aber auch im Sitzen gibt es ganz einfache kleine Übungen, die Ihr zwischendurch immer wieder problemlos in Eure Arbeit integrieren könnt – Euer Rücken wird es Euch abends echt danken, glaubt mir.

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Schrittzähler einschalten – auch zu Hause
Generell ist Bewegungsmangel leider ein Nachteil des Homeoffice. Kein Fußweg mehr zu Bus oder Bahn, keine Besuche der netten Kollegin am Ende des Flures und Kühlschrank oder Kaffeemaschine sind zu Hause meistens auch in Reichweite. Vom Bett direkt an den Schreibtisch und abends nur noch auf die Couch – das ist schnell passiert. Hier helfen schon ein paar einfache Tricks. Legt doch einfach mal Euer Handy ins Zimmer nebenan. So müsst Ihr zumindest aufstehen, wenn es klingelt oder Ihr selber jemanden anrufen wollt. Klingt im ersten Moment vielleicht etwas seltsam, aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. Noch besser für Euren Schrittzähler ist natürlich ein täglicher Spaziergang. Also am besten mittags kurz raus an die frische Luft, zum Beispiel für einen leichten Snack bei Back-Factory, das macht den Kopf frei und gibt neue Energie.

Tägliche Routinen sorgen für Struktur
Die äußeren Rahmenbedingungen sind aber nicht alles, um zu Hause optimal arbeiten zu können. Mindestens so wichtig ist es, den inneren Schweinehund im Zaum zu halten. Denn mal ehrlich: Manchmal ist es schon verlockend, morgens einfach mal länger liegen zu bleiben, weil man keine Bahn erreichen muss, um rechtzeitig im Büro oder bei einem Termin zu sein, oder? Tägliche Routinen helfen dabei, motivierter und fokussierter in den Arbeitstag zu starten. Auch wenn kein Kollege die Nase rümpft, weil Ihr nicht geduscht habt oder das Zähneputzen ausgefallen ist, Eure morgendlichen Gewohnheiten aus der Vor-Homeoffice-Ära setzen einen klaren Startpunkt für Euren Arbeitstag. Damit bin ich auch schon gleich bei der nächsten Versuchung: Der automatische Griff zur bequemen Jogginghose, wenn man doch eh das Haus nicht verlassen muss. Das morgendliche Zurechtmachen führt aber dazu, dass man sich einfach frischer, wacher und letztendlich auch professioneller fühlt. Und spätestens beim nächsten überraschenden Videocall ist die Panik ohnehin groß, wenn man noch aussieht wie frisch aus dem Bett gehüpft. Außerdem ist es doch immer wieder ein schönes Gefühl, nach einem erfolgreichen Arbeitstag auch in Sachen Kleidung von Business auf Freizeit und Feierabend umzuschalten, oder nicht?

Struktur mit einem klaren Zeitplan
Im Homeoffice kann man sich seine Zeit in der Regel freier einteilen als im Büro. Trotzdem: Morgens ein bisschen länger liegen bleiben? Lieber nicht. Arbeitstag ist Arbeitstag, auch zu Hause. Arbeitgeber, Kunden, Kollegen – sie alle möchten wissen, wann Ihr zuverlässig zu erreichen seid und wann zum Beispiel virtuelle Meetings oder Besprechungen eingeplant werden können. Also richtet Euren Arbeitstag zeitlich verbindlich so ein, wie Ihr es auch im Büro tun würdet. Plant Eure Aufgaben und vergesst dabei nicht, realistisch zu bleiben. Während der eine sich vielleicht zu Hause nicht so richtig diszipliniert und Dinge schleifen lässt, neigen andere dazu, sich zu viel vorzunehmen. Ohne die gewohnten festen Arbeitszeiten findet sich mancher dann abends spät noch am Laptop wieder. Und schnell noch eine Mail von der Couch aus zu beantworten ist ja schließlich auch kein großes Ding, oder? Doch, ich finde, wenn es zur Gewohnheit wird, dann schon. Meine Devise: Wenn Feierabend ist, ist Feierabend. Laptop zu und Füße hoch – morgen ist ein neuer Tag.

Pausen sind erlaubt – und wichtig
Mittagessen mit den Kollegen? Im Homeoffice Fehlanzeige. Stattdessen ein schneller Snack zwischendurch, wenn man eh schon am Kühlschrank vorbeikommt. Da kann es leicht passieren, dass man gar keine richtige Pause macht. Dabei sind Pausen essentiell wichtig, um den Kopf freizubekommen und wieder neue Energie für die Arbeit zu tanken. Auch zu Hause lässt es sich nur schwer acht Stunden am Stück konzentriert arbeiten. Ich bin daher dazu übergegangen, meine Pausen fest einzuplanen. Dann wird das (geschäftliche) Telefon umgestellt, E-Mails dürfen warten und oft drehe ich eine runde um den Block. Nach einem leichten Mittagessen geht’s dann mit neuem Schwung in die zweite Runde des Tages.

Nicht zum Einsiedler werden
Auch wenn sie manchmal vielleicht ein klitzekleines bisschen nerven, im Homeoffice fehlen sie dann eben doch: Die lieben Kollegen. Klatsch und Tratsch auf dem Flur, der gemeinsame Gang zur Kaffeemaschine, zusammen Mittagessen in der Kantine. Seine Kollegen kann man schon mal ordentlich vermissen, wenn man zu Hause alleine vor sich hin werkelt. Es ist nicht zu unterschätzen, wie wichtig der soziale Austausch im Büroalltag ist. Keine Lust, zu vereinsamen? Dann versucht es doch mal mit gemeinsamen Pausen per Videokonferenz. Rein privat, unter Kollegen. Wenn es um gemeinsame Projekte und Aufgaben geht, funktioniert das doch auch. Trinkt zum Beispiel morgens zehn Minuten miteinander einen Kaffee vor der Laptopkamera, bevor es ans Arbeiten geht. Oder verabredet Euch für ein gemeinsames Mittagessen, bei dem Ihr so richtig schön schnacken könnt. Zusammen macht nämlich auch Homeoffice einfach mehr Spaß. Und genau den wünsche ich Euch!

Bis bald,
Eure Emma Bagel