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Zum Anbeißen?

Warum fotografieren wir eigentlich unser Essen? Ich habe mich einmal mit dem schon weitverbreiteten Hype beschäftigt und möchte euch hier ein paar Tipps geben.

Wenn etwas schön ist, möchte man es für die Ewigkeit festhalten. Und nie war das so einfach wie heute. Einfach kurz das Handy draufhalten und zack, Foto gemacht! Und wenn das schon so schnell ging, warum nicht auch gleich Freunde, Familie und – ach komm, die ganze Welt teilhaben lassen?! Zu unseren täglichen Schnappschüssen gehört häufig auch das, was wir gleich zu essen gedenken. Weil es schön aussieht, weil wir den besonderen Moment mit anderen teilen möchten oder weil wir es uns einfach zur Gewohnheit gemacht haben?

Alles Psychologie
Warum Menschen ihr Essen fotografieren und posten, ist längst zu einem Thema der Psychologie geworden. Minderwertigkeitskomplexe, die Suche nach Anerkennung und Aufmerksamkeit sollen dabei in einigen Fällen eine Rolle spielen. Dabei geht es erster Linie häufig nicht um das Motiv, das aber durchaus auch Zeuge eines erstrebenswerten Lebensstils sein kann und somit eine Form der Selbstdarstellung ist, sondern um die Reaktionen auf das Foto und damit die Aufmerksamkeit von anderen in den sozialen Netzwerken. aber: Natürlich hat nicht jeder, der sein Essen fotografiert und postet, ein psychisches Problem! Schließlich ist die Food­Fotografie auch eine Kunstform und besonders anspruchsvolle Tätigkeit.

Nicht alle sind genervt!
Ob man es nun mag oder nicht, findige Restaurants haben sich diesen Trend bereits zunutze gemacht. In vielen Städten finden sich Restaurants, die ihre Gerichte in einer instagram­tauglichen – nämlich besonders ausgefallenen – anrichteweise präsentieren. Übrigens: Hier ist das Fotografieren der Teller dann natürlich ausdrücklich erlaubt und sogar erwünscht. Das ist aber längst nicht in jedem Restaurant der Fall. In manchen Fällen gilt eine aufwendig arrangierte Speise nämlich als urheberrechtlich geschütztes Werk. Damit können das Fotografieren und Posten ein Verstoß gegen das Urheberrecht sein und teuer werden. Hier solltet ihr auf Nummer sicher gehen und immer um Erlaubnis bitten, bevor ihr Fotos macht und veröffentlicht.

Eine Kunst für sich
Aber mal ehrlich, nicht immer fasziniert uns das gepostete Essen unserer Freunde, lässt uns das Wasser im Mund zusammenlaufen und macht uns hungrig. Anders sieht dies bei Bildern in Kochbüchern aus. Es gehört sicherlich zu den anspruchsvollsten Aufgaben eines Fotografen,  Lebensmittel abzulichten. Es gibt Fotografen und sogar ganze Agenturen, die sich auf das Thema „Food ­Fotografie“ spezialisiert haben. Hier ist jedes Bild, das entsteht, ein kleines Kunstwerk, in das viel Zeit investiert wird. Häufig kommen sogar extra „Food Stylisten“ zum Einsatz, die darauf achten, dass jeder Wassertropfen auf dem Salatblatt an der richtigen Stelle sitzt. Viel Liebe zum Detail und Geduld stehen bei der professionellen Food­ Fotografie also ganz oben. Wenn man ein paar Dinge beachtet, bringt man aber auch Gerichte auf den eigenen Handyfotos schon viel besser zur Geltung: der Bildausschnitt, das Licht und die Dinge, die sich um den Teller herum befinden, sind für die Wirkung des Fotos zum Beispiel mitentscheidend. Einige Experten bieten Workshops an, in denen man lernt, worauf es bei der Food ­Fotografie ankommt.

Bei BACK-FACTORY werden die Fotos für verschiedene Werbemittel übrigens direkt in der Zentrale in Hamburg gemacht. Daniela Kaufmann und Stefanie Mayer sind dafür zuständig die Snacks perfekt in Szene zu setzen.

Für alle, die sich für Food-Fotografie interessieren, schaut doch mal hier vorbei: www.lizandjewels.com Liz und Jewels sind Expertinnen auf dem Gebiet und bieten häufig Workshops zu diesem Thema an.

Eure Emma

Fotos ©Liz und Jewels